Abrahamischer Trialog und Zivilgesellschaft: Eine by Eva Maria Hinterhuber

By Eva Maria Hinterhuber

Nicht erst im Zuge fundamentalistischer Terroranschläge gilt faith oft als konfliktträchtig. Gerade der interreligiöse conversation verfügt jedoch über das Potenzial, positiv auf gesellschaftliche Konfliktlagen einzuwirken, zur wechselseitigen Integration und zum sozialen Zusammenhalt beizutragen. Seine Akteure erfüllen damit originär zivilgesellschaftliche Aufgaben. Die hier vorgelegte Studie geht der Frage nach diesem sozialintegrativen Potenzial zivilgesellschaftlicher Initiativen im conversation zwischen Juden, Christen und Muslimen in Deutschland auf theoretischer und empirischer foundation nach. Die sozialwissenschaftliche examine abrahamischer Projekte und Vereinigungen hierzulande wird durch einen Blick auf Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Bosnien-Herzegowina, die Schweiz, die Türkei und Israel ergänzt. Kurze snap shots, in denen ausgewählte TrialogInitiativen beispielhaft mit ihren Programmen, Profilen und Kontaktdaten vorgestellt werden, vervollständigen die Studie.

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51 Sein staatlicher Vorläufer, der 2003 eingerichtete Zuwanderungsrat unter der CDU-Politikerin Rita Süssmuth, wurde nur zwei Jahre später vom damaligen SPD-Innenminister Otto Schily wieder aufgelöst. 52 Nachzulesen nicht zuletzt im Nationalen Integrationsplan; vgl. Die Bundesregierung 2007. 16 11:34 Abrahamischer Trialog und Zivilgesellschaft 31 steht in der Realität vielerorts eine sozialräumliche Segregation entgegen. Gentrifizierungsprozesse verstärken negative Entwicklungen in entsprechenden Stadtteilen, was ein erhebliches gesellschaftliches Konfliktpotenzial nach sich zieht.

Nach dem modernen dynamischen Kulturverständnis gibt es die Kultur schlechthin nicht, die als eine inhaltlich homogene Einheit zu verstehen wäre und eine umfassende gesellschaftliche Integration stiften könnte. Kultur bleibt ständig in Bewegung und ist veränderbar" (Han 2000: 333). Dabei wird deutlich, dass Kultur „kein homogenes, sondern ein komplexes Mehrebenensystem (ein System mit kognitiven, künstlerisch-expressiven, lebenspraktisch-instrumentellen, sozialintegrativen, affektiv-psychosomatischen Ebenen) darstellt, das plurale Trägergruppen mit unterschiedlichen Organisationsmustem und Arbeitsweisen hat" (Han 2000: 333).

In der wissenschaftlichen Literatur zur Zivilgesellschaft ist allerdings eine explizite Ausführung dieser Überlegungen kaum zu finden. Entweder werden Religionsgemeinschaften aufgrund ihrer formalen Organisationsform stillschweigend als zivilgesellschaftliche Akteure behandelt, oder das Kriterium der Erfüllung der verschiedenen zivilgesellschaftlichen Funktionen wird an Vereinigungen im Allgemeinen angelegt. Das Thema „Religionsgemeinschaften als zivilgesellschaftliche Akteure" wird jedoch vielmehr in Bezug auf das Spannungsverhältnis zwischen Staat und Zivilgesellschaft virulent.

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